Über mich


Johannes Friedrich

Mein musikalisches Dasein begann im Alter von 5 Jahren in der Musik- und Kunstschule in Remscheid. Vom Elementarunterricht mit Glockenspiel ging es über die Tischharfe mit 8 Jahren zum Cello.

Mir war immer klar, dass ich Berufsmusiker werden wollte.

Ich liebte zwar die bekannten Cello-Konzerte und Sonaten und wollte sie natürlich auch selber spielen. Dennoch hörte ich viel lieber Pop und Rock – in diese Richtung zu gehen hatte aber irgendwie gar keinen Platz in meinem Leben. 
Ich nahm an  zahlreichen Wettbewerben „Jugend musiziert“ teil. Es folgte die Aufnahme ins Streicher-Musikcorps der Bundeswehr in Düsseldorf und Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfungen an den Musikhochschulen in Lübeck, Hannover und Essen. Meine Wahl fiel dann auf Hannover, wo ich einige Semester im Fach „Künstlerische Ausbildung“ studierte. Das Ziel war eine Stelle in einem Orchester. Dies war aber gar nicht mein Ziel, wie ich später feststellte. Hier kam es dann zum entgültigen Bruch mit der klassischen Musik. Mein Lampenfieber wurde zudem so unerträglich, dass ich nicht mehr dagegen ankämpfen wollte. Für mich war es damals die goldrichtige Entscheidung, das Cello an den Nagel zu hängen.

Erkundung elektronischer Musikwelten

Ich entschied mich dann für das Studium des Diplom Ton- und Bildingenieurs an der Robert-Schumann-Musikhochschule und der FH in Düsseldorf. Hier lernte ich meine ersten Schritte in der Tontechnik, die mich sehr interessierte. Wirklich fasziniert war ich aber von der Musikproduktion. Da war ich zum ersten Mal in der Lage, ohne mein Cello Musik zu machen – nämlich mit Samplern und Synthesizern! 
Ich produzierte 10 Jahre lang mit meinem Studiopartner alles, was uns vor die Flinte kam – Dance, Pop, Klassik Crossover..., sowohl fremde Künstler als auch Eigenkompositionen.

Neue Horizonte

Es folgten viele Jahre der beruflichen Umorientierung in unterschiedlichen Rollen und Jobs. Ich habe in der Zeit viel gelernt – in Bereichen, die mir zuvor völlig fremd waren und mich zu meinem jetzigen Beruf führten.
Bis dahin stand das Cello gut 20 Jahre mehr oder weniger unberührt im Keller. Erst 2017 brach sich meine einstige Leidenschaft wieder Bahn, diesmal aber in eine ganz andere Richtung. Ich kombinierte mein immer noch recht ansehnliches Können am Cello mit moderner Technik und spielte, was ich schon immer wollte: Pop, Rock & mehr!

Man hat ja immer das Bedürfnis, sich zu definieren und irgendwo einen festen Platz einzunehmen. Innerhalb weniger Monate etablierte ich mich als Hochzeitscellist. Ich liebe es einfach, positiv zu denken und mich mit positiven Dingen zu beschäftigen. Was könnte positiver sein, als wenn sich zwei Menschen das JA-Wort geben? Diese Facette meiner Passion habe ich also nicht ohne Grund gewählt, dennoch ist es längst nicht die einzige und es gibt noch so viel mehr Möglichkeiten, die Faszination Cello auszuleben und Menschen Spaß zu schenken.

Ich bin froh, hier angekommen zu sein und gespannt, wo die Reise noch hingeht. Diese Entwicklung hätte ich selber niemals für möglich gehalten.. Plötzlich setzen sich alle Teilaspekte meines Werdegangs zu einem Bild zusammen und ich muss sagen: Es gefällt mir!